Wem gehört die Zukunft?

Lemmi

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Spätestens seit den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ist klar: Die "schöne neue Welt" nimmt Gestalt an, und es wird höchste Zeit, ihr etwas entgegenzusetzen. Internetpionier und Cyberguru Jaron Lanier liefert eine profunde Analyse der aktuellen Trends in der Netzwerkökonomie, die sich in Richtung Totalüberwachung und Ausbeutung der Massen bewegt.
Der für Microsoft tätiger US-amerikanischer Computerwissenschafter, geht in seinem Buch der Frage nach, wie es zu dieser Entwicklung gekommen ist, welche Vorteile sie mitbringt, mit welchen negativen Einflüssen wir bereits heute zu kämpfen haben und was uns in der Zukunft noch erwarten wird. Doch was kann man tun, damit man als normaler Konsument mit seinen kostenlos zur Verfügung gestellten Daten nicht zur Gewinnmaximierung der großen Internetkonzerne beiträgt, und sich letztlich sogar selber schädigt? Laniers Lösung klingt plausibel: indem man die Daten eben nicht mehr kostenlos zur Verfügung stellt. Lenier schreibt dazu: Wir speisen unsere Daten bei Facebook ein, wissen aber nicht, was hinter den Kulissen mit ihnen passiert. Das würde sich ändern, wenn etwa Facebook für unsere Daten bezahlen müsste.
Der Autor warnt aber nicht vorrangig vor dem falschen Umgang mit den sogenannten "sozialen" Netzwerken. Er beschreibt wie wir von Tag zu Tag immer mehr zu Sklaven dieser mächtigen Netzwerke werden. Die verdienen sich eine goldene Nase an uns und unseren Informationen und gaukeln uns vor, sie täten uns etwas Gutes damit. Lanier überführt sie und stellt den User vor Tatsachen die ihm überhaupt nicht gut tun.

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Jaron Lanier:
Wem gehört die Zukunft?
HC, 479 Seiten
2014: Verlag Hoffmann & Campe
ISBN: 9783455503180
24,99 €
(gebundener Ladenpreis)

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