Lebensmittel-Lügen. Wie die Food-Branche trickst und tarnt

Lemmi

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Betrug mit Lebensmitteln: Tagtäglich werden Verbraucher mit industriell erzeugter Billigware hinters Licht geführt – mit Mogelpackungen, falschen Qualitätsversprechen, fehlenden Hinweisen auf Zusatzstoffe und unklaren Herkunftsbezeichnungen. Und kaum ein Monat vergeht ohne einen neuen Lebensmittelskandal. Das Thema ist ein Dauerbrenner in den Medien. Als unabhängige und glaubwürdige Instanz bieten die Verbraucherzentralen wichtige Informationen und Orientierung beim Etikettenschwindel im großen Stil. Der große Erfolg des Portals lebensmittelklarheit.de zeigt: die Verunsicherung ist groß und der Informationsbedarf hoch. Seit 2010 informiert das Portal lebensmittelklarheit.de über irreführende Werbebotschaften. Verbraucher können Fälle melden, bei denen sie eine Täuschungsabsicht der Hersteller vermuten. Bislang wurden dem Portal mehr als 6.500 Produkte gemeldet, rund 300.000-mal wird die Seite im Monat aufgerufen. Im Portal sind etwa 230 gemeldete Lebensmittel zu finden.
Die Tricks der Branche bestehen im Wesentlichen darin, - eine originellere Herkunft vorzutäuschen, - eine Zutat zu bewerben, die gar nicht oder nur zu geringen Teilen enthalten ist, - teure Zutaten durch billigere zu ersetzen oder statt Geschmacksverstärkern Aromastoffe einzusetzen.
Der letzte Punkt ist besonders informativ, da Verbraucher ja mittlerweile schon so sensibilisiert sind, dass sie Produkte mit Geschmacksverstärkern meiden, aber unbeachtet lassen, dass dafür halt Aromastoffe zum Einsatz kommen, die die gleiche Wirkung erzielen.
Die wichtigste Botschaft des weiblichen Autorenkollektivs ist: Lesen Sie die Zutatenliste auf den Lebensmitteln.

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Verbraucherzentrale (Hg.):
Lebensmittel-Lügen.
Wie die Food-Branche trickst und tarnt
brosch., 231 Seiten
2014: Verbraucherzentrale
ISBN: 9783863360405
12,90 €
(gebundener Ladenpreis)

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