Kommissar Pascha. Ein Fall für Zeki Demirbilek.

Lemmi

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Su Turhan verbindet in seinem Krimidebüt wunderbar die türkische Mentalität mit der bayerischen Lebensart. So lernt man einen äußerst gastfreundlichen, hilfsbereiten Zeki Demirbilek kennen, der seinen Schweinebraten liebt und gerne mal ein Weißbier trinkt, gleichzeitig aber auch seine türkische Seite pflegt und regelmäßig die Moschee besucht, Kahve und Cay für sein Leben gern trinkt und auf bayerisch wie auch auf Türkisch flucht. Sein Protagonist ist zwar ein Macho, aber ein wirklich liebenswerter. Kommissar Zeki Demirbilek hat keinen Bock mehr. München geht ihm auf die Nerven, und er überlegt, in die Türkei überzusiedeln. ber dann wird eine Leiche aus dem Eisbach gefischt und das Sonderdezernat bekommt seinen ersten Fall. Zeki bleibt also doch, denn dieser Fall erweist sich als interessant. Der Leiche, einem Türken, wurden Reißzwecken in den Brustkorb gerammt, die den arabischen Schriftzug für „Satan“ bilden. Einfach ist das nicht, denn neben den beiden neuen Mitarbeiterinnen Isabel Vierkant und Jale Cengiz bekommt er den Ur-Bayern Pius Leipold zugewiesen, der von seinem neuen Arbeitsplatz überhaupt nichts hält. Genauso wenig wie von Türken.
Der spannend erzählte Krimi verzichtet auf allzu blutige Details und gibt einen guten Einblick in die deutsch-türkische Lebensweise.

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Su Turhan:
Kommissar Pascha.
Ein Fall für Zeki Demirbilek.
Kriminalroman
Knaur TB # 51191, 327 Seiten
2013: Knaur Taschenbuchverlag
ISBN: 9783426511916
8,99 €
(gebundener Ladenpreis)

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