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Der Basler Handelsherr und Plantagenbesitzer Johann Rudolf Ryhiner sieht Ruf und Leben zerstört, deshalb erschiesst er sich am 29. Juli 1824 in seinem Sissacher Landgut Schloss Ebenrain. Ihm droht eine Anklage wegen Bigamie, die nach geltender Rechtsprechung mit lebenslangem Zuchthaus bestraft wird.
Als junger Mann hat er in Surinam Plantagen aus dem Familienbesitz übernommen. Die goldenen Zeiten des Kolonialismus neigen sich jedoch ihrem Ende zu, ein Verbot des Sklavenhandels steht unmittelbar bevor.
Als er schliesslich ins heimatliche Basel zurückkehrt, ist dort nichts mehr, wie es war. Er baut neue Geschäfte auf, heiratet Standesgemäss und ist respektierter Bürger. Dass er in Surinam bereits verheiratet ist und dunkelhäutige Kinder hat, kann er lange verbergen.
Ryhiner erzählt in seinen temporeichen und atmosphärisch dichten Roman das Leben Johann Rudolfs rückwärts und zeichnet ein Sittenbild der Basler Oberschicht im frühen 19. Jahrhundert.

(111476.)

Nicolas Tyhiner:
Im Surinam
gebunden mit SU, 263 Seiten
2019: Zytglogge Vserlag
ISBN: 9783729650244
34,00 €
(gebundener Ladenpreis)

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